Das ist der “klassische” Kaffee, so wie die “Margherita” die klassische Version der Pizza ist. Ebenso vielfältig wie die Zubereitung der Pizza sind auch hier die Varianten. Das Getränk kann in den verschiedensten Abwandlungen serviert werden. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit nenne ich die folgenden:
“In tazza fredda” (Kaffee von normaler Stärke, die Tasse muss kalt sein)
“lungo” (die Tasse, heiß oder kalt , bis zum Rand gefüllt,)
“ristretto” (noch konzentrierter, normalerweise in heißer Tasse)
“macchiato con latte caldo” (normale Stärke mit einigen Tropfen heißer Milch)
“macchiato con latte freddo” (wie oben, aber mit kalter Milch)
“corretto” (normal, versetzt mit einem Tropfen Rum oder Anisschnaps)
“schiumato” (normal, mit einem Löffelchen aufgeschäumter Milch)
“schiumato al caffè” (normal, mit einem Schuss gezuckertem, aufgeschäumtem Kaffee)

In jüngster Zeit, d.h. seit etwa vier oder fünf Jahren, hat sich der Kaffee vor allem aufgrund der Wünsche der jüngeren Kundschaft weiterentwickelt (wenn man das so sagen kann), hin zu noch ausgefeilteren Alternativen… probieren wir mal:
“alla nocciola” (normal, zusätzlich ein halber Teelöffel Haselnusscreme)
“al cioccolato” (normal, zusätzlich ein halber Teelöffel Schokoladencreme)
“al cioccolato con tartufo” (normal, zusätzlich ein Tropfen Schoko-Trüffelessenz)

Der Zucker! Die Kundschaft bestimmt die Dosis selbst, anhand der beigefügten Zuckertütchen, die fast überall die alte Zuckerdose mit den zwei langen Löffeln ersetzt haben, die immer auf der Theke bereit stand. In den alten Bars, vor allem in den Bereichen der Einheimischen, zuckert der Barmann den Kaffee schon von sich aus während der Zubereitung, es sei denn, der Kunde bestellt ihn “amaro” (bitter).

Varianten in Gläsern, schon gezuckert (schmale, halbhohe Gläser):
“shakerato” (aufgeschäumter Kaffee, da durchgeschüttelt im Shaker)
“brasiliano” (Kaffee in normaler Stärke mit zwei Finger breiter Schicht Milchschaum und Kakao-Pulver)
“brasiliano con variazioni al liquore” (gleiche Zubereitung, mit einem Schuss Bailey’s oder Kaula)